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Nationalpark Kalkalpen: Bikepacking & Biwakplätze – meine 3-Tage-Tour

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Servus aus dem Salzkammergut – und rein in den Nationalpark Kalkalpen!

Drei Tage Bikepacking, rund 175 Kilometer, etwa 3.650 Höhenmeter und zwei Nächte auf den offiziellen Biwakplätzen im Nationalpark Kalkalpen.

Klingt nach einer ziemlich guten Tour.

War es auch – allerdings mit allem, was für mich mittlerweile zu solchen Touren dazugehört: traumhaften Gravelwegen, langen Anstiegen, knapp 30 Grad Hitze, überraschend wenig Wasser, einem ziemlich dringend benötigten Wasserfilter* und schließlich Regen und Nebel.

Vor allem wollte ich aber zwei Dinge wissen: Wie gut lässt sich der Nationalpark Kalkalpen mit dem Bike entdecken – und wie funktioniert das Übernachten auf den offiziellen Biwakplätzen Steyrsteg und Weißwasser tatsächlich?

Also: Bike packen, Zelt drauf und ausprobieren.


Die komplette Tour im Film:

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Bikepacking im Nationalpark Kalkalpen – warum eigentlich?

Eigentlich aus mehreren Gründen.

Natürlich zuerst einmal wegen der Landschaft. Die Kalkalpen liegen für mich praktisch vor der Haustür und bieten genau die Mischung, die ich auf solchen Touren mag: lange Täler, Berge, Wald, Forststraßen und richtig schöne Gravelabschnitte.

Dazu dieses ständige Auf und Ab. Mal fährt man kilometerlang durch ein Tal, dann geht es wieder hinauf und irgendwann folgt eine lange Abfahrt auf der anderen Seite.

Genau deshalb mag ich mittlerweile auch das Gravelbike* so gerne.

Aber da war noch etwas anderes.

Im Nationalpark Kalkalpen gibt es mit Steyrsteg und Weißwasser zwei offizielle Biwakplätze. Und genau die wollte ich schon länger ausprobieren.

Nicht als Notlösung für eine Nacht, sondern als festen Bestandteil einer mehrtägigen Bikepacking-Tour.

Denn diese Art unterwegs zu sein hat für mich mittlerweile ihren ganz eigenen Reiz: wenig Ausrüstung, draußen schlafen und am nächsten Morgen einfach weiterfahren.

Mehr Natur. Weniger Ballast.


Meine Tour durch die Kalkalpen: rund 175 km und 3.650 Höhenmeter

Meine Runde führte über rund 175 Kilometer und etwa 3.650 Höhenmeter durch beziehungsweise entlang des Nationalparks Kalkalpen.

Tourübersicht

  • Strecke: ca. 175 km
  • Höhenmeter: ca. 3.650 hm
  • Dauer: 3 Tage / 2 Nächte
  • Höchster Punkt: ca. 1.160 m
  • Übernachtungen: Biwakplatz Steyrsteg & Biwakplatz Weißwasser
  • Untergrund: etwa 67 km Asphalt und 64 km loser Untergrund, dazu weitere Straßen-, Rad- und Verbindungswege
  • Bike: Marin Gestalt X10
  • Schwierigkeit: anspruchsvolle Mehrtagestour mit langen Anstiegen

Die endgültigen GPS-Daten und einzelnen Tagesetappen verlinke beziehungsweise bette ich hier über meine Komoot-Collection ein.


Die nackten Zahlen erzählen allerdings nur einen Teil der Geschichte.

Vor allem die Anstiege waren in der Realität teilweise deutlich heftiger, als es die Planung vermuten ließ. Einzelne Rampen zeigte mein Radcomputer* mit mehr als 25 Prozent Steigung an.

Mit einem beladenen Gravelbike* wird aus „da geht’s ein bisschen bergauf“ dann ziemlich schnell:

Absteigen. Schieben. Fluchen. Weitergehen. 😂

Aber genau deshalb würde ich die Runde auch nicht anhand der Kilometer alleine einschätzen. 60 oder 70 Kilometer in den Kalkalpen können sich deutlich anders anfühlen als dieselbe Distanz im Flachland.


Zwei offizielle Biwakplätze im Nationalpark Kalkalpen

Einer der Hauptgründe für diese Tour waren die beiden offiziellen Biwakplätze Steyrsteg und Weißwasser.

Und das ist gerade in einem Nationalpark interessant.

Denn statt irgendwo ein Zelt aufzustellen und darauf zu hoffen, dass es schon niemanden stören wird, gibt es hier ausgewiesene Plätze, an denen eine Übernachtung vorgesehen ist.

Die beiden Biwakplätze stehen grundsätzlich von Mai bis Oktober zur Verfügung, wobei die tatsächliche Öffnung von der Schneelage abhängig ist.

Was kostet ein Biwakplatz im Nationalpark Kalkalpen?

Der Erhaltungsbeitrag beträgt derzeit:

5 Euro pro Nacht für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt zwei Nächte. Auf jedem Platz ist ungefähr Raum für zehn Zwei-Personen-Zelte.

Für das, was man dafür bekommt, finde ich die fünf Euro ehrlich gesagt mehr als fair.

Denn „Biwakplatz“ bedeutet hier nicht einfach nur irgendeine halbwegs ebene Wiese.


Ausstattung: Was gibt es bei Steyrsteg und Weißwasser?

Die Plätze sind bewusst einfach gehalten, bieten aber genau das, was ich für eine Nacht draußen brauche.

Vorhanden sind:

  • befestigte Flächen zum Aufstellen des Zeltes
  • saubere, wasserlose Toilette mit Einstreu
  • Feuerstelle
  • Feuerholz
  • eine kleine Holzhütte beziehungsweise ein Unterstand

Offizielles Trinkwasser gibt es an den Biwakplätzen nicht.

Ganz ohne Wasser steht man dort allerdings nicht: Sowohl am Biwakplatz Steyrsteg als auch in Weißwasser fließt nur wenige Meter entfernt ein Gebirgsbach vorbei.

Und genau hier wird für mich der Unterschied zwischen „Wasser vorhanden“ und „sicheres Trinkwasser vorhanden“ wichtig. Ich würde Wasser aus einem Bach nicht einfach ungefiltert als Trinkwasser einplanen. Deshalb gehört mein Wasserfilter auf solchen Touren ohnehin zur Ausrüstung.

Bei meiner Tour wurde das Thema Wasserversorgung aufgrund der Hitze noch wesentlich wichtiger – aber dazu weiter unten mehr.


Muss man sich für die Biwakplätze anmelden?

Ja. Für die Übernachtung ist eine Anmeldung beim Nationalpark Besucherzentrum Ennstal erforderlich.

Bei mir war das völlig unkompliziert.

Ich habe vor meiner Tour per Mail angefragt, ob die Plätze im gewünschten Zeitraum noch frei sind. Die Rückmeldung kam direkt vom Nationalpark: Beide Plätze waren verfügbar und hätten für mich reserviert werden können.

Nationalpark Besucherzentrum Ennstal
Telefon: +43 7254 8414-0
E-Mail: info-ennstal @ kalkalpen.at

Offizielle Informationen des Nationalparks (zum Thema Biwakieren im Nationalpark Kalkalpen)

Vor Ort funktioniert das Ganze genauso unspektakulär – und genau das gefällt mir.

In der Holzhütte liegen Kuverts, Anmeldezettel und Kugelschreiber bereit. Name, Vorname, Adresse und Anreisedatum eintragen, den vorgesehenen Beitrag hinein und das Ganze in den dafür vorgesehenen Schlitz werfen.

Fertig.

Kein Check-in-Schalter. Keine Zimmerkarte. Keine Frage, ob ich Frühstück dazubuchen möchte. 😂


Feuerstelle bedeutet nicht automatisch: Feuer machen

Beide Biwakplätze verfügen über eine Feuerstelle und sogar über bereitgestelltes Holz.

Das bedeutet allerdings nicht, dass dort jederzeit bedenkenlos Feuer gemacht werden darf.

Vor meiner Tour war in Teilen der Region die Waldbrandschutzverordnung in Kraft. Der Nationalpark hat mir deshalb ausdrücklich empfohlen, einen Gaskocher mitzunehmen und mich vor der Tour über mögliche Sperren und aktuelle Bedingungen zu informieren.

Genau so würde ich es auch grundsätzlich handhaben.

Eine vorhandene Feuerstelle ist keine Einladung, bei wochenlanger Trockenheit ein romantisches Lagerfeuer anzuzünden.

Im Zweifel bleibt das Feuer aus.

Die Berge stehen am nächsten Morgen nämlich idealerweise auch noch da. 😉


Biwakplatz Steyrsteg – meine erste Nacht

Biwakplatz Steyrsteg im nationalpark Kalkalpen
Biwakplatz Steyrsteg im nationalpark Kalkalpen

Steyrsteg war meine erste Übernachtung auf der Tour.

Nach einem langen Tag mit dem Bike irgendwo draußen anzukommen, das Fahrrad abzustellen und das Zelt aufzubauen, ist für mich mittlerweile einer der schönsten Teile solcher Mehrtagestouren.

Ab diesem Moment gibt es nichts mehr zu erreichen.

Keinen nächsten Pass. Keine Kilometer. Keine Höhenmeter.

Zelt aufbauen, Schlafsystem hinein, etwas essen – fertig.

Gerade dafür funktionieren diese einfachen Biwakplätze für mich hervorragend.

Man hat eine definierte Stelle für die Nacht und trotzdem nicht das Gefühl, auf einem klassischen Campingplatz zu stehen.


Biwakplatz Weißwasser – und plötzlich war ich alleine

Biwakplatz Weisswasser im Nationalpark Kalkalpen
Biwakplatz Weißwasser im Nationalpark Kalkalpen

Der zweite Biwakplatz bei Weißwasser hat mir noch einmal besser gefallen.

Nicht unbedingt, weil er objektiv „besser“ wäre.

Sondern wegen der Situation.

Als ich dort ankam, war niemand da.

Und es kam auch niemand mehr.

Also stand mein kleines Zelt irgendwann alleine zwischen Wald und Wasser – mitten in einer Landschaft, die tagsüber schon ruhig ist und am Abend noch einmal vollkommen anders wirkt.

Genau diese Momente sind schwer zu erklären.

Man trägt beziehungsweise fährt Zelt, Schlafsystem, Essen und den ganzen anderen Krempel stundenlang durch die Gegend – und irgendwann sitzt man da, hört eigentlich nur noch Wasser und Wald und weiß wieder ziemlich genau, warum man das macht.

Für mich war Weißwasser deshalb eines der Highlights dieser drei Tage.


Traumhafte Gravelwege im Reichraminger Hintergebirge

Natürlich bestand die Tour nicht nur aus den beiden Übernachtungen.

Dazwischen lagen einige der schönsten Gravelabschnitte, die ich bisher gefahren bin.

Gerade im Bereich des Reichraminger Hintergebirges zieht sich die Route über ehemalige Waldbahntrassen, durch Tunnel und entlang von Wasserläufen.

Teilweise fährt man kilometerlang durch den Wald, dann öffnet sich die Landschaft wieder und plötzlich liegt der nächste Berg vor einem.

Genau diese Abwechslung macht die Region für mich mit dem Gravelbike* so interessant.

Und irgendwann gibt es diese Wege, bei denen ich während der Fahrt eigentlich nur denke:

Ja. Genau dafür habe ich dieses Fahrrad.


Knapp 30 Grad – und plötzlich wird Wasser zum Problem

wird Wasser zum Problem im Kalkalpen Nationalpark
Wird Wasser zum Problem im Kalkalpen Nationalpark?

Am zweiten Tag bekam die Tour allerdings einen anderen Schwerpunkt.

Es hatte knapp 30 Grad.

Bei solchen Temperaturen steigt mein Wasserverbrauch ohnehin massiv. Das Problem war diesmal aber zusätzlich, dass mehrere kleinere Bäche, bei denen ich während der Planung mit Wasser gerechnet hatte, komplett trocken waren.

Und irgendwann wird aus:

„Da vorne kommt eh wieder Wasser.“

ziemlich schnell:

„Hoffentlich kommt da vorne wieder Wasser.“

Genau deshalb habe ich auf solchen Touren einen Wasserfilter* dabei.

An einem Brunnen war ich schließlich ziemlich froh darüber. Wasser war vorhanden – aber vertrauenerweckend sah die Quelle für mich nicht unbedingt aus.

Also: filtern.

Zusätzlich habe ich für problematische Situationen auch Tabletten zur Wasseraufbereitung* dabei. Gebraucht habe ich sie diesmal nicht, aber sie wiegen fast nichts und bleiben deshalb als Reserve im Setup.

Die wichtigste Erkenntnis dieser Tour war für mich trotzdem eine andere:

Eine Wasserquelle auf der Karte ist noch lange keine Garantie dafür, dass dort tatsächlich Wasser vorhanden ist.

Gerade während längerer Hitzeperioden muss die Wasserversorgung deshalb Teil der Tourenplanung sein.

Mehr dazu habe ich bereits ausführlich zusammengefasst:

→ Trinkwasser in den Bergen: Quellen, Filter & Wasserversorgung

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Minimalistisches Bikepacking Setup – aber mit Reserve

Die drei Tage waren gleichzeitig ein weiterer Praxistest für mein minimalistisches Bikepacking-System.

Mein Ziel ist dabei nicht, möglichst wenig Gewicht auf irgendeiner Tabelle stehen zu haben.

Ich möchte so wenig wie möglich und so viel wie nötig mitnehmen.

Das macht am Berg einen gewaltigen Unterschied.

3.650 Höhenmeter sind auch ohne Gepäck noch 3.650 Höhenmeter. 😅

Gleichzeitig muss mein Setup aber Situationen wie Hitze, Regen, eine Panne oder eine ungeplante Änderung der Tour abfangen können.

Deshalb gehören Wasserfilter*, Erste Hilfe und Reparaturzeug genauso dazu wie Schlafsystem und Zelt.

Wie mein komplettes System aufgebaut ist, habe ich hier ausführlich beschrieben:

→ Bikepacking Setup: Mein minimalistisches System am Berg

Minimalistisches Bikepacking Setup für die Nationalpark Kalkalpen Tour
Minimalistisches Bikepacking Setup für die Nationalpark Kalkalpen Tour

Sonne, Regen und Nebel – genau deshalb fahre ich trotzdem los

Was ich an dieser Tour im Nachhinein besonders mag, ist der Wetterwechsel.

Am zweiten Tag knapp 30 Grad und Sonne.

Am nächsten Morgen öffne ich das Zelt – und draußen ist praktisch alles nass.

Regen. Wolken. Nebel zwischen den Bergen.

Natürlich fährt es sich bei trockenem Wetter angenehmer. Aber ich habe mittlerweile aufgehört, jede Tour nur nach perfekten Sonnentagen zu planen.

Gerade in den Bergen erzeugen Wolken und Nebel manchmal eine Stimmung, die bei blauem Himmel schlicht nicht existiert.

Und drei Tage draußen dürfen sich für mich auch unterschiedlich anfühlen.

Sonst könnte ich gleich drei Mal denselben Tag fahren. 😉


Eine bekannte Brücke – und plötzlich treffen sich zwei Touren

Ein kleiner Moment dieser Runde hat mir besonders gefallen.

Ich fuhr über eine Brücke und wusste sofort:

Hier war ich schon einmal.

Genau an dieser Stelle war ich einige Wochen zuvor bei meiner Umrundung des Toten Gebirges unterwegs gewesen.

Für einen kurzen Abschnitt berührten sich damit plötzlich zwei meiner Touren.

Solche Momente mag ich.

Denn irgendwann sind das nicht mehr einfach einzelne Linien auf einer Karte.

Man beginnt, Regionen miteinander zu verbinden. Man kennt plötzlich diese Abzweigung, jene Brücke oder den Berg am Horizont und erinnert sich daran, von welcher Seite man das Ganze beim letzten Mal gesehen hat.

Und aus einzelnen Touren entsteht langsam eine eigene Landkarte im Kopf.

→ Meine Umrundung des Toten Gebirges


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Für wen eignet sich diese Bikepacking-Tour?

Die Runde würde ich nicht unbedingt als erste Mehrtagestour empfehlen.

Nicht wegen technischer Extremstellen, sondern wegen der Kombination aus Distanz, vielen Höhenmetern, langen Anstiegen und teilweise sehr steilen Rampen.

Wer bereits Erfahrung mit längeren Gravel- oder Bikepacking-Touren* hat und sein Fahrrad auch beladen gut kennt, bekommt dafür eine landschaftlich extrem abwechslungsreiche Runde.

Wichtig sind für mich vor allem:

eine realistische Etappenplanung, genügend Wasser beziehungsweise ein Plan für die Wasserversorgung, ein Setup für wechselndes Wetter und die Bereitschaft, das Bike bei extremen Rampen eben auch einmal zu schieben.

Schieben ist übrigens keine Niederlage.

Es ist nur sehr langsames Graveln. 😂


Mein Fazit zum Nationalpark Kalkalpen mit dem Bike

Würde ich die Tour noch einmal fahren?

Sofort.

Vielleicht nicht unbedingt wieder bei knapp 30 Grad. 😅

Aber genau die Mischung hat diese drei Tage am Ende ausgemacht.

Traumhafte Gravelwege, Wald, Wasser, lange Anstiege, zwei Nächte draußen, ein leerer Biwakplatz, Hitze, Regen und Nebel.

Und vor allem dieses Gefühl, morgens das Zelt zusammenzupacken, alles wieder aufs Fahrrad zu schnallen und einfach weiterzufahren.

Die beiden Biwakplätze im Nationalpark Kalkalpen machen solche Mehrtagestouren besonders interessant. Für fünf Euro bekommt man keinen Campingplatz im klassischen Sinn – und genau das ist für mich der Punkt.

Man bekommt einen einfachen, vorgesehenen Platz für die Nacht mitten in einer großartigen Landschaft.

Mehr brauche ich eigentlich nicht.

Okay.

Wasser wäre manchmal ganz praktisch. 😂


FAQ: Nationalpark Kalkalpen & Biwakplätze

Darf man im Nationalpark Kalkalpen biwakieren?

Für Übernachtungen stehen die offiziellen Biwakplätze Steyrsteg und Weißwasser zur Verfügung. Für diese ist eine vorherige Anmeldung beim Nationalpark Besucherzentrum Ennstal erforderlich. Für Übernachtungen außerhalb ausgewiesener Möglichkeiten sollten unbedingt die jeweils geltenden Schutzbestimmungen beachtet werden.

Was kostet ein Biwakplatz im Nationalpark Kalkalpen?

Der Erhaltungsbeitrag beträgt derzeit 5 Euro pro Nacht für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

Muss ich einen Biwakplatz vorher reservieren?

Eine Anmeldung ist erforderlich. Ich habe dafür vor meiner Tour einfach per E-Mail beim Nationalpark angefragt. Das funktionierte vollkommen unkompliziert.

Gibt es Trinkwasser an den Biwakplätzen?

Offizielles Trinkwasser gibt es weder in Steyrsteg noch in Weißwasser. Allerdings fließt an beiden Biwakplätzen nur wenige Meter entfernt ein Gebirgsbach vorbei. Wer dieses Wasser nutzen möchte, sollte sich entsprechend mit der sicheren Aufbereitung von Wasser in der Natur beschäftigen. Wie ich damit umgehe, beschreibe ich ausführlich in meinem Beitrag über Trinkwasser in den Bergen.

Gibt es Toiletten an den Biwakplätzen?

Ja. Beide Biwakplätze verfügen über wasserlose Toiletten mit Einstreu. Statt einer klassischen Wasserspülung wird über einen Hebel Einstreu nachgegeben.

Was mich positiv überrascht hat: Die Toiletten waren bei meiner Tour ausgesprochen sauber und gepflegt. Ein anderer Besucher erzählte mir sogar, dass er während seines Aufenthalts die Reinigung beziehungsweise Betreuung der Anlage vor Ort miterlebt hatte.
Für einen einfachen Biwakplatz mitten in der Natur ist das für mich definitiv mehr Komfort, als ich erwartet hätte.

Darf ich am Biwakplatz Feuer machen?

Es gibt Feuerstellen und Feuerholz. Ob ein Feuer aktuell zulässig beziehungsweise sinnvoll ist, hängt jedoch von den geltenden Bestimmungen und insbesondere der Waldbrandgefahr ab. Vor meiner Tour war eine Waldbrandschutzverordnung in Kraft und der Nationalpark empfahl mir ausdrücklich einen Gaskocher.

Wann sind Steyrsteg und Weißwasser geöffnet?

Grundsätzlich stehen die Biwakplätze von Mai bis Oktober zur Verfügung. Der tatsächliche Zeitraum ist von der Schneelage abhängig.

Wie lange darf ich bleiben?

Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt zwei Nächte.


Weiterführende Beiträge im BERG-VAN:MAG

→ Bikepacking Setup: Mein minimalistisches System am Berg
→ Trinkwasser in den Bergen: Quellen, Filter & Wasserversorgung
→ Umrundung des Toten Gebirges


Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja 🌈 28.04.2025 💕)


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