Servus und Hallo aus dem Salzkammergut zum Thema Bikepacking Equipment für Touren in Österreich / angrenzendes Bayern!
Welches Bikepacking Equipment braucht man eigentlich für eine mehrtägige Tour in Österreich?
Die kurze Antwort: Weniger, als man zunächst glaubt. Aber die richtigen Sachen.
Nach meinen bisherigen Touren hat sich mein Setup ziemlich deutlich in diese Richtung entwickelt. Ich möchte leicht unterwegs sein, ohne aus Bikepacking einen Wettbewerb im Zahnbürsten-Absägen zu machen. Ich will draußen vernünftig schlafen, bei schlechtem Wetter nicht komplett aufgeschmissen sein und unterwegs filmen können.
Und vor allem möchte ich mein Bike noch gerne fahren.
Denn spätestens bei der ersten längeren Steigung merkt man ziemlich schnell, ob man sein Equipment wirklich braucht oder nur vorsichtshalber durch Österreich spazieren fährt. 😅
Mein Grundsatz lautet deshalb:
Was nicht gebraucht wird, bleibt zuhause.
Gleichzeitig bedeutet leichtes Bikepacking für mich nicht, auf alles zu verzichten. Viel wichtiger sind eine durchdachte Auswahl und eine vernünftige Verteilung des Equipments.
Hier zeige ich dir mein aktuelles Bikepacking Equipment und warum ich es genau so auf meinem Bike verteile.
Gleich der Hinweis: Mein Bikepacking Setup hat sich weiterentwickelt
Das Video zeigt mein Bikepacking Setup aus einer früheren Entwicklungsstufe. Das Grundprinzip gilt für mich weiterhin – leicht, modular und nur das mitnehmen, was ich wirklich brauche. Die Verteilung am Bike hat sich inzwischen aber deutlich verändert.
Heute verzichte ich bei normalen mehrtägigen Touren komplett auf seitliche Taschen. Mein aktuelles Setup ist kompakter und lässt sich für mich deutlich angenehmer fahren. Zusätzliche seitliche Packs kommen nur noch dann ans Bike, wenn die Tour sie wirklich notwendig macht – etwa bei sehr langen Touren oder wenn zusätzlich ein Packraft mitkommt.
Genau das gehört für mich zum Bikepacking dazu: Ein Setup ist nie „fertig“. Jede Tour zeigt dir ziemlich zuverlässig, was funktioniert – und was beim nächsten Mal zuhause bleiben oder anders verstaut werden kann.
Mein Bikepacking Equipment folgt einem System
Meine Ausrüstung ist nicht einfach dort verstaut, wo gerade noch Platz war.
Jeder Bereich meines Bikes erfüllt eine bestimmte Aufgabe.
Schwere Dinge sollen möglichst sinnvoll verteilt sein. Sachen, die ich während der Fahrt brauche, müssen schnell erreichbar sein. Schlafsystem und Camp-Ausrüstung dürfen dagegen ruhig etwas tiefer verschwinden.
Dazu kommt bei mir eine Besonderheit:
Mein Bikepacking Setup muss auch Bike & Hike können
Bei meinem Bike-&-Hike-Prinzip fahre ich mit dem Bike so weit, wie es sinnvoll möglich ist. Danach wird das Fahrrad sicher abgestellt und ich gehe zu Fuß weiter.
Ich trage oder schiebe mein Fahrrad nicht über irgendwelche Steilstufen, nur damit ich anschließend behaupten kann, dort mit dem Bike gewesen zu sein. 😅
Deshalb muss mein gesamtes System modular bleiben.
Das beeinflusst auch meine Auswahl beim Bikepacking Equipment: leicht, kompakt, sinnvoll kombinierbar und möglichst ohne unnötige Doppelungen.
1. Schlafsystem und Kleidung im hinteren Packsack
Hinten befindet sich ein Packsack mit Dingen, die ich während der Fahrt normalerweise nicht benötige.
Dazu gehören:
- Zenbivy Quilt
- Zenbivy Sheet*
- Zenbivy Pillow
- Badehose
- Mikrofaser-Badetuch
- Regenhose
- zweites Sun Hoodie*
- zweites Paar Socken
- Erste-Hilfe-Set
- Hygiene-Pack mit Zahnbürste, Deo usw.
Mein Schlafsystem nimmt dabei natürlich einen wesentlichen Teil des Volumens ein.
Ich verwende seit längerer Zeit ein Schlafsystem von Zenbivy. Für mich ist guter Schlaf kein unnötiger Luxus.
Wer mehrere Tage hintereinander unterwegs ist, merkt ziemlich schnell, welchen Unterschied eine vernünftige Nacht macht.
Ein paar hundert Gramm an der falschen Stelle einzusparen und dafür morgens völlig zerstört aus dem Zelt zu kriechen, bringt mir wenig.
Leicht ja. Unbequem um jeden Preis? Nein.
2. Reparatur und Sicherheit in der Satteltasche
Die Satteltasche* bleibt praktisch dauerhaft am Bike.
Darin befindet sich mein grundlegendes Reparatur- und Sicherheitszeug:
- Multitool*
- Speichendreher
- Ersatzschlauch*
- elektrische Pumpe mit integriertem Licht
- zusätzliche Frontbeleuchtung
- Fahrradschloss
- Feuerzeug
- Taschenmesser
Das sind Dinge, die ich hoffentlich möglichst selten brauche.
Wenn ich sie brauche, möchte ich allerdings nicht feststellen, dass sie zuhause liegen.
Gerade bei mehrtägigen Bikepacking-Touren in Österreich können zwischen zwei Orten durchaus längere Strecken liegen. Eine Panne irgendwo zwischen Berg, Wald und Alm ist deshalb etwas anderes als ein platter Reifen fünf Minuten von zuhause entfernt.

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: Ein kleines Teil, das ich inzwischen wirklich nicht mehr missen möchte, ist der Tyre Glider*. Im Vergleich zu normalen Reifenhebern bekomme ich damit den Mantel deutlich einfacher von der Felge – und vor allem wieder drauf. Gerade unterwegs, wenn du irgendwo am Straßenrand stehst und nicht ewig mit einem widerspenstigen Reifen kämpfen willst, ist das Ding für mich inzwischen eines dieser unscheinbaren Ausrüstungsteile mit erstaunlich großem Nutzen.
3. Technik und Strom in der unteren Rahmentasche
Bikepacking ist bei mir gleichzeitig Content-Produktion für das BERG-VAN:MAG.
Dadurch schleppe ich etwas mehr Technik mit als jemand, der ausschließlich zum Radfahren unterwegs ist.
In meiner unteren Rahmentasche* befinden sich aktuell:
- 10.000-mAh-Powerbank*
- Kameralicht
- Ladestation für das DJI Mic*
- DJI Controller
- Stativ
- Selfiestick
Gerade Stromversorgung ist bei längeren Touren ein Thema.
Smartphone, Navi, Kameras, Mikrofon* und Drohne brauchen irgendwann Strom. Trotzdem möchte ich keine riesige zentrale Stromversorgung mitschleppen.
Ich verteile die Energieversorgung deshalb auf mehrere Powerbanks.
Das hat zusätzlich einen Vorteil: Fällt eine aus, ist nicht meine komplette Stromversorgung weg.
4. Snacks und schnell erreichbare Dinge in der oberen Rahmentasche
Während der Fahrt möchte ich nicht jedes Mal mein halbes Bike zerlegen, nur weil ich Hunger bekomme.
In die obere Rahmentasche* kommen deshalb Dinge, die schnell erreichbar sein sollen:
- Smartphone
- Nüsse
- Gummibärchen
- Energieriegel*
- Sonnencreme
Ja.
Gummibärchen. 😂
Keine wissenschaftlich ausgeklügelte Hochleistungs-Sporternährung, aber schnelle Kohlenhydrate und unterwegs erstaunlich praktisch.
Natürlich besteht meine komplette Ernährung auf Tour nicht aus Goldbären.
Kaffee gehört schließlich auch noch dazu. 😎
5. Trinksystem direkt am Rahmen
Wasser gehört für mich möglichst direkt ans Bike.
Aktuell nutze ich:
- 1 isolierten Flaschenhalter* mit Thermosflasche
- 2 normale Flaschenhalter*
- 2 Trinkflaschen* mit jeweils etwa 650 ml
- integrierte Reifenheber* an den Flaschenhaltern*
Die Thermosflasche ist eine relativ neue Ergänzung meines Setups.
Im Sommer bleibt das Getränk länger kühl. Bei kalten Touren kann ich umgekehrt etwas Warmes mitnehmen.
Auch hier gefällt mir wieder der Gedanke der Mehrfachnutzung.
Ein Gegenstand, zwei Einsatzbereiche.
6. Mehr Komfort am Gravelbike: BBB Cycling ActionStem
Nicht jedes Bikepacking Equipment steckt in irgendeiner Tasche.
Ein Teil davon befindet sich direkt am Bike.
An meinem Lenker sitzt inzwischen ein BBB Cycling ActionStem*, also ein gefederter Fahrradvorbau*.
Seine Aufgabe ist relativ simpel: Schläge und Vibrationen sollen teilweise abgefangen werden, bevor sie vollständig bei Händen, Armen und Oberkörper ankommen.
Gerade auf längeren Gravel-Strecken finde ich diesen Ansatz interessant.
Ein einzelner Schlag ist meistens völlig egal. Nach mehreren Stunden auf Schotterwegen können tausende kleine Schläge aber durchaus nerven.
Wie gut sich der ActionStem auf langen Bikepacking-Touren tatsächlich bewährt, werde ich erst nach entsprechenden Praxiseinsätzen beurteilen.
Das ist also momentan noch Equipment im Test und keine fertige Empfehlung.
7. Zelt und Isomatte an der Lenkertasche

Mein eigentliches Camp befindet sich größtenteils vorne am Bike.
In bzw. an meiner Lenkertasche* transportiere ich:
- Bikepacking-Zelt (MSR Hubba Hubba Bikepack*)
- Innenzelt
- Außenzelt
- Gestänge
- Heringe
- Zenbivy Isomatte
- Zeltbeleuchtung
Damit befindet sich ein großer Teil meiner Übernachtungsausrüstung kompakt an einer Stelle.
Das gefällt mir auch beim Aufbau.
Am Abend muss ich nicht überlegen, in welcher Tasche sich jetzt irgendein Hering oder Teil des Schlafsystems versteckt.
Camp aufbauen, Schlafsystem herrichten – fertig.
8. Drohne und wichtige Dokumente auf der Lenkertasche
Auf der eigentlichen Lenkertasche* sitzt zusätzlich meine Drohnentasche.
Darin bzw. unmittelbar dort verstaut sind:
- DJI Neo*
- 2 DJI-Neo-Akkus
- 10.000-mAh-Powerbank
- Pass
- Klimaticket
- Alpenvereinsausweis
- Versicherungskarte
Die Powerbank* an dieser Position hat eine besondere Aufgabe.
Sie soll nach Möglichkeit nie vollständig leer werden.
Ich nutze sie zum Nachladen während der Fahrt und versuche sie selbst immer wieder aufzuladen, sobald sich unterwegs eine vernünftige Gelegenheit ergibt.
Meine Dokumente stecken zusätzlich geschützt in der Regenhülle.
Die Kombination mag auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich wirken, funktioniert für mich aber gut: wichtige Dinge bleiben zusammen und sind trotzdem geschützt.
9. Navigation und Kamera direkt am Lenker
Direkt im Cockpit befinden sich nur Dinge, die ich während der Fahrt tatsächlich benötige:
- Bryton Navi
- Smartphonehalterung* bei Bedarf
- Kugelgelenk für die DJI Action 6*
Beim Cockpit versuche ich inzwischen bewusst, nicht jeden freien Zentimeter mit irgendeinem Gadget vollzuschrauben.
Gerade beim Gravelbike* möchte ich ausreichend Platz am Lenker behalten und die Bedienung darf nicht kompliziert werden.
Weniger Ballast gilt eben auch am Lenker.
10. Meine 12-Liter-Laufweste als flexible Reserve
Ein Punkt meines aktuellen Bikepacking Equipments unterscheidet sich wahrscheinlich von vielen klassischen Setups:
Ich verwende eine Laufweste mit einem etwa 12 Liter großen Rückenfach.
Und nein – ich möchte damit nicht das Gewicht vom Bike auf meinen Rücken verlagern.
Ganz im Gegenteil.
Die Laufweste* soll möglichst leicht bleiben.
Im großen Fach befinden sich aktuell:
- Regenjacke*
- Brustgurt für die DJI Action* 6
- 2 faltbare Trinkflaschen*
- KATADYN BeFree AC Wasserfilter*
- MICROPUR forte* MF 1T Tabletten
Damit wird die Laufweste* zu meiner kleinen flexiblen Unterwegs-Reserve.
Wetterschutz, zusätzliche Wasserkapazität und Wasseraufbereitung bleiben direkt bei mir.
Das ist gerade für mein Bike-&-Hike-System interessant. Wenn das Fahrrad irgendwo sicher stehen bleibt und ich zu Fuß weitergehe, habe ich wichtige Ausrüstung bereits am Körper.
Der entscheidende Punkt bleibt aber:
Die Laufweste soll nicht zum zweiten Gepäckträger* werden.
Das Hauptgewicht gehört aufs Bike.
11. Wasserfilter und Wasseraufbereitung beim Bikepacking in Österreich
Österreich hat einen gewaltigen Vorteil für Bikepacking: Wasser findet man in vielen Regionen relativ häufig.
Nur bedeutet klares Bergwasser nicht automatisch Trinkwasser.
Oberhalb einer Wasserstelle können Weidetiere stehen. Es können Hütten vorhanden sein. Und nicht jede mögliche Verunreinigung erkennt man daran, dass das Wasser hübsch über ein paar Steine plätschert.
Deshalb habe ich inzwischen einen KATADYN BeFree AC Wasserfilter* in meinem Equipment.
Er erweitert vor allem meine Möglichkeiten.
Ich muss nicht unnötig mehrere zusätzliche Liter Wasser transportieren, nur weil ich nicht genau weiß, wann die nächste sichere Versorgungsmöglichkeit kommt.
Zusätzlich habe ich MICROPUR forte* MF 1T Tabletten dabei.
Sie wiegen kaum etwas und dienen mir als weitere Möglichkeit bzw. Reserve zur Wasseraufbereitung.
Wichtig: Wasserfilter* und Mittel zur Wasseraufbereitung haben unterschiedliche Wirkungsweisen und Grenzen. Deshalb halte ich mich bei Anwendung, Einwirkzeit und geeigneten Wasserquellen an die jeweiligen Herstellerangaben.
Mein Grundgedanke dahinter ist ohnehin ein anderer:
Nicht mehr mitnehmen – sondern unterwegs mehr Möglichkeiten haben.
Das passt ziemlich perfekt zu meinem gesamten Bikepacking-System.
12. Actioncam und Mikrofon direkt griffbereit
Die vorderen Taschen der Laufweste* sind für meine Filmtechnik reserviert.
Dort befinden sich:
- DJI Action 6*
- DJI Mic*
- Linsen bzw. Filter für die Action 6
- Kreditkarte
- etwas Bargeld
Die Kamera befindet sich bewusst nicht irgendwo tief im Gepäck.
Eine Kamera, die erst aus drei Drybags ausgepackt werden muss, wird unterwegs irgendwann nicht mehr benutzt.
Mit der Laufweste* kann ich anhalten, Kamera nehmen, filmen und weiterfahren.
Gerade für meine Tourenfilme ist das inzwischen ein wichtiger Bestandteil meines gesamten Systems.
Wie ich das Gewicht beim Bikepacking verteile

Bei Bikepacking Equipment ist für mich nicht nur entscheidend, was ich mitnehme.
Mindestens genauso wichtig ist:
Wo kommt es hin?
Ein Gravelbike* verändert sein Fahrverhalten deutlich, sobald Gepäck daran hängt.
Zu viel Gewicht weit hinten kann das Bike unruhig machen. Zu viel Gewicht am Lenker beeinflusst die Lenkung. Ein schwerer Rucksack wiederum macht lange Etappen unnötig anstrengend.
Deshalb versuche ich, das Gewicht über das komplette Fahrrad zu verteilen.
Schwere und kompakte Gegenstände möglichst sinnvoll am Bike. Große, aber leichte Dinge können weiter außen sitzen.
Der Rücken bleibt dagegen möglichst frei von schwerem Gepäck.
Das Resultat soll kein möglichst spektakulär beladenes Bike sein.
Es soll ein Fahrrad bleiben, das ich gerne fahre.
Was bei meinem Bikepacking Equipment bewusst zuhause bleibt
Mindestens genauso interessant wie meine Packliste ist inzwischen die Liste der Dinge, die ich nicht mehr mitnehme.
Ich brauche nicht für jedes denkbare Problem ein eigenes Werkzeug.
Ich brauche keine drei Jacken für nahezu denselben Temperaturbereich.
Und ich brauche nicht jeden Campinggegenstand nur deshalb, weil irgendwo „Bikepacking“ auf der Verpackung steht.
Vor jeder Tour frage ich mich deshalb:
Brauche ich das wirklich?
Und noch wichtiger:
Was passiert tatsächlich, wenn ich es nicht dabeihabe?
Wenn die ehrliche Antwort lautet „eigentlich nichts“, hat das Teil ziemlich schlechte Karten. 😅
Mein aktuelles Bikepacking Equipment 2026 im Überblick
Hier noch einmal mein komplettes aktuelles Setup als kompakte Packliste:
| Bereich | Mein Equipment |
|---|---|
| Packsack hinten | Zenbivy Quilt, Sheet & Pillow, Badehose, Mikrofaser-Badetuch, Regenhose, Wechsel-Sun-Hoodie, Socken, Erste Hilfe, Hygiene |
| Satteltasche* | Multitool*, Speichendreher, Ersatzschlauch*, elektrische Pumpe/Licht, Frontlicht, Schloss, Feuerzeug, Taschenmesser |
| Rahmentasche unten | 10.000-mAh-Powerbank*, Kameralicht, DJI-Mic-Ladestation, DJI Controller, Stativ, Selfiestick |
| Rahmentasche* oben | Smartphone, Nüsse, Gummibärchen, Riegel, Sonnencreme |
| Rahmen | Thermosflasche, 2 × 650-ml-Trinkflasche*, Flaschenhalter* mit Reifenhebern |
| Bike/Cockpit | BBB Cycling ActionStem* |
| Lenkertasche* | Bikepacking-Zelt komplett, Zenbivy Isomatte, Zeltbeleuchtung |
| Auf der Lenkertasche | DJI Neo*, 2 Akkus, 10.000-mAh-Powerbank, Dokumente |
| Lenker | Bryton Navi, Smartphonehalterung*, DJI-Action-6-Kugelgelenk |
| 12-Liter-Laufweste* | Regenjacke*, Brustgurt, Kopfhalterung, 2 Faltflaschen, KATADYN BeFree AC*, MICROPUR forte* |
| Vordere Westentaschen | DJI Action 6*, DJI Mic*, Linsen/Filter, Kreditkarte, Bargeld |
Diese Liste ist natürlich keine allgemeingültige Einkaufsliste.
Sie ist mein aktuelles System aus der Praxis.
Und genau deshalb wird sie sich vermutlich weiter verändern.
Welches Bikepacking Equipment braucht man wirklich?
Wenn du gerade deine erste mehrtägige Bikepacking-Tour planst, würde ich nicht versuchen, meine Packliste einfach nachzukaufen.
Das wäre genau der falsche Ansatz.
Überlege zuerst, welche Probleme dein Equipment lösen muss:
Wo schläfst du? Wie bekommst du Wasser? Was machst du bei Regen? Wie reparierst du dein Bike? Wie lange bist du unabhängig unterwegs? Wie lädst du deine Elektronik?
Erst danach kommt die konkrete Ausrüstung.
Jemand, der drei Tage entlang gut versorgter Radwege fährt und jeden Abend auf einem Campingplatz* schläft, braucht ein völlig anderes Setup als jemand, der mehrere Tage durch abgelegenere Alpenregionen fährt.
Und wer keine Videos produziert, kann einen beträchtlichen Teil meiner Technik sowieso mit einem ziemlich zufriedenen Grinsen zuhause lassen. 😅
Mein Fazit: Gutes Bikepacking Equipment schafft Freiheit
Für mich bedeutet gutes Bikepacking Equipment inzwischen nicht, möglichst viel Ausrüstung am Fahrrad unterzubringen.
Eigentlich genau das Gegenteil.
Das Equipment soll Möglichkeiten schaffen, ohne selbst zum Ballast zu werden.
Ich kann draußen schlafen. Ich kann Wasser aufbereiten. Ich kann schlechtes Wetter überstehen. Kleine Defekte am Bike lassen sich unterwegs beheben. Meine Technik funktioniert mehrere Tage. Und wenn ich das Fahrrad stehen lasse und zu Fuß weitergehe, bleibt mein System flexibel.
Gleichzeitig möchte ich morgens nicht eine halbe Stunde lang Taschen sortieren und anschließend ein Fahrrad bewegen, das sich wie ein beladener Einkaufswagen fährt.
Genau darin liegt für mich der Unterschied zwischen einer Packliste und einem funktionierenden Bikepacking-System.
Es geht nicht darum, möglichst wenig zu besitzen.
Es geht darum, unterwegs möglichst wenig zu vermissen.
Mehr Natur. Weniger Ballast.
Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja 🌈 28.04.2025 💕)
FAQ: Bikepacking Equipment
Zur Grundausrüstung gehören Schlafsystem und Wetterschutz, ausreichend Wasser bzw. eine passende Versorgungsstrategie, Reparaturmaterial fürs Fahrrad, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Beleuchtung, Navigation* sowie der persönlichen Tour entsprechende Kleidung und Verpflegung. Bei Übernachtungen draußen kommen Zelt oder ein anderer geeigneter Wetterschutz dazu.
So wenig wie sinnvoll, aber genug für die Bedingungen der geplanten Tour. Entscheidend sind Strecke, Wetter, Jahreszeit, Übernachtungsart und Versorgungsmöglichkeiten. Sicherheit sollte niemals für ein paar Gramm weniger geopfert werden.
Nicht zwingend. Ich verwende aktuell eine leichte 12-Liter-Laufweste*, die bewusst nur wenig Gewicht trägt. Das Hauptgewicht bleibt auf meinem Bike. Die Weste* dient mir vor allem als flexible Reserve und passt zu meinem Bike-&-Hike-System.
Nicht auf jeder Tour. Auf gut versorgten Strecken kann man Wasser häufig problemlos unterwegs auffüllen. Auf abgelegeneren Touren kann ein Wasserfilter* jedoch die Flexibilität erhöhen und verhindern, dass unnötig große Wassermengen transportiert werden müssen. Die Eignung einer Wasserquelle muss trotzdem immer beurteilt werden.
Schwere Gegenstände sollten möglichst stabil und sinnvoll verteilt werden. Sehr viel Gewicht weit hinten oder hoch am Fahrrad kann das Fahrverhalten verschlechtern. Auch ein schwer beladener Lenker kann die Lenkung beeinflussen. Deshalb verteile ich mein Equipment bewusst über mehrere Bereiche des Bikes.
Für mich ist die Balance entscheidend. Gewicht beeinflusst das Fahrverhalten und macht sich besonders bergauf bemerkbar. Zu radikales Sparen kann aber Schlaf, Wetterschutz oder Sicherheit verschlechtern. Deshalb spare ich Gewicht bevorzugt dort, wo mir unterwegs kein wesentlicher Nachteil entsteht.
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