Servus und Hallo aus dem Salzkammergut – heute zeig ich dir mein Wintercamping Setup in den Bergen.
Manchmal spielt das Wetter einfach nicht mit. Wenn im Tal schon –20 Grad stehen und selbst dort Windspitzen bis 85 km/h angesagt sind, dann braucht man über einen Skitouren-Overnighter nicht lange nachdenken. Auch wenn endlich genug Schnee da wäre. 😅
Also Plan B: rausgehen bei besseren Verhältnissen (wenn auch ohne Schnee), dafür draußen schlafen, Ausrüstung testen. Genau so ist diese Tour entstanden – ruhig, kalt, klar. Und perfekt, um mein Winter-Setup einmal ehrlich durchzuspielen. Eben mein perfektes Wintercamping Setup in den Bergen …
In diesem Artikel nehme ich dich mit auf meine letzte Tour des Jahres. Kein Marketing-Blabla. Sondern echte Eindrücke. Mit Fokus auf drei zentrale Teile meines Setups: OneTigris Stella 2, Winterzelt allgemein und den Osprey Soelden 42L.
Wintercamping Setup in den Bergen – der Tourenfilm
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Warum Wintercamping kein Sommercamping mit Schnee ist
Viele Bergfex:Innen unterschätzen den Winter. Nicht aus Leichtsinn, sondern weil Sommer-Erfahrung trügt.
Im Winter ist alles anders:
- mehr Ausrüstung
- mehr Volumen
- mehr Zeit im Zelt
- weniger Fehlertoleranz

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: Was im Sommer „geht schon“ ist im Winter schnell unangenehm – oder gefährlich. Genau deshalb wollte ich ein Setup, das funktioniert, nicht nur leicht ist.
Das Herzstück: Winterzelt statt Minimalismus
Ein Winterzelt muss für mich drei Dinge können:
- Wind ab
- Platz bieten
- einfach aufbaubar sein – auch mit Handschuhen
Genau hier kommt das OneTigris Stella 2* ins Spiel.
OneTigris Stella 2 – warum genau dieses Zelt?
Das Stella 2 ist offiziell ein Zwei-Personen-Zelt. Allein genutzt ist das ein echter Luxus – und im Winter Gold wert.
Was mir auf der Tour sofort aufgefallen ist:
- freistehend → ideal bei hartem oder unebenem Untergrund
- zwei Eingänge → Belüftung & Flexibilität
- genug Höhe zum Sitzen
- Platz für Schuhe, Rucksack, nasses Zeug
Im Winter verbringst du einfach mehr Zeit im Zelt. Die Nacht ist lang. Du ziehst dich um. Kochst vielleicht drinnen. Sortierst Ausrüstung. Da will ich mich bewegen können, ohne ständig irgendwo anzustoßen.
Wind & Material – ehrliche Einschätzung
Ich stand nicht windgeschützt. Ganz bewusst.
Das Stella 2 war sauber abgespannt und stand ruhig. Kein Flattern, kein nerviges Geräusch. Laut Hersteller hält es Wind bis etwa 80 km/h aus. Mehr würde ich draußen sowieso nicht planen.
Materialtechnisch merkt man: Das ist kein Billig-Nylon. Robustes Außenzelt, sauber verarbeitete Nähte, ordentlicher Boden. Für diese Preisklasse ehrlich stark.
Rucksack im Winter: Platz ist Sicherheit
Im Sommer bin ich oft ultraleicht unterwegs. Im Winter nicht. Punkt.
Der Osprey Soelden 42L* ist eigentlich ein Skitourenrucksack – und genau deshalb perfekt.
Warum der Osprey Soelden 42L überzeugt
- sehr stabiles Tragesystem
- auch voll beladen ruhig am Rücken
- große, griffige Schlaufen → Handschuh-tauglich
- getrennte Fächer für nasse & trockene Ausrüstung
Besonders genial:
Der Lawinenfach-Bereich vorne. Ich nutze ihn für Zeltgestänge und Außenzelt. Nass? Kein Problem. Der Rest bleibt trocken.
Trotz vollem Rucksack – deutlich mehr Gewicht als sonst – trägt sich das Teil extrem angenehm. Genau das willst du im Winter. Kein Drücken. Kein Wackeln. Kein Stress.
Schlafen im Winter: Der Boden ist der Gegner
Viele denken beim Wintercamping zuerst an den Schlafsack.
Falsch gedacht.
Der größte Kältebringer kommt von unten.
Isomatte mit hohem R-Wert
Ohne ausreichenden R-Wert kannst du den besten Schlafsack vergessen.
Meine Matte hat einen R-Wert knapp unter 5 – und das reicht für diese Bedingungen locker.
Mein Grundsatz:
👉 Liegekomfort = Wärme = Schlafqualität
Erst danach kommt Quilt oder Schlafsack.

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Kleine Details, großer Unterschied
Was diese Tour für mich rund gemacht hat:
- Regenponcho* als Footprint → leichter & multifunktional
- genug Wechselkleidung
- kleines Licht im Zelt
- Zeit
Kein Stress. Kein „noch schnell höher“. Einfach draußen sein. Hinhören. Runterkommen.
Fazit: Mein perfektes Wintercamping-Setup?
Für diese Art von Tour: ja.
- OneTigris Stella 2: stabil, geräumig, wintertauglich
- Winterzelt generell: unverzichtbar bei Kälte & Wind
- Osprey Soelden 42L: ideal für voluminöse Winterausrüstung
Würde ich bei –20 Grad im Tal und Sturmwarnung einen Overnighter machen?
Nein. Ganz sicher nicht.
Aber genau deshalb war diese Tour perfekt. Weil sie gezeigt hat, was geht – und was man besser bleiben lässt.
Wenn du im Winter draußen schlafen willst, dann nicht halbherzig.
Sondern vorbereitet. Ruhig. Und mit Ausrüstung, der du vertraust.
Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja)
FAQ zu meinem Wintercamping Setup in den Bergen
Ein gutes Wintercamping Setup besteht aus einem stabilen Winterzelt, einer Isomatte mit hohem R-Wert, einem passenden Schlafsystem und ausreichend Stauraum im Rucksack. Im Winter zählt nicht Ultraleicht, sondern Zuverlässigkeit. Windschutz, Platz im Zelt und eine saubere Trennung von nasser und trockener Ausrüstung sind entscheidend für Komfort und Sicherheit.
Ja, für Wintercamping in den Bergen ist ein echtes Winterzelt klar zu empfehlen. Es bietet mehr Stabilität bei Wind, bessere Materialien und ausreichend Platz für Ausrüstung, die im Winter nicht draußen bleiben kann. Ein Sommerzelt stößt bei Kälte, Wind und langen Nächten schnell an seine Grenzen.
Beim Wintercamping kommt die größte Kälte vom Boden. Eine Isomatte* mit hohem R-Wert verhindert, dass die Bodenkälte in der Nacht durchzieht. Selbst der beste Schlafsack bringt wenig, wenn die Isolierung nach unten nicht passt. Die Isomatte ist daher das wichtigste Teil des Schlafsystems im Winter.
Für ein Wintercamping Setup in den Bergen sind etwa 40–45 Liter ideal. Winterausrüstung braucht mehr Volumen: dickeres Zelt, wärmere Kleidung, größeres Schlafsystem. Wichtig ist ein stabiles Tragesystem, das auch bei höherem Gewicht ruhig am Rücken sitzt und sich mit Handschuhen bedienen lässt.
Grundsätzlich ja, aber nur mit guter Vorbereitung. Einsteiger sollten mit einfachen Bedingungen starten, das Setup vorher testen und keine Touren bei extremem Wetter planen. Wintercamping in den Bergen verzeiht weniger Fehler als im Sommer – Planung, Erfahrung und Ausrüstung müssen zusammenpassen.
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