Servus und Hallo aus dem Salzkammergut zum Thema Bikepacking Verpflegung 😋🍳
wenn man im Internet nach Bikepacking Verpflegung sucht, findet man oft lange Listen mit Energieriegeln, Spezialnahrung, Trekkingmahlzeiten und ausgeklügelten Ernährungsplänen.
Nach meiner viertägigen Tour auf der Ciclovia Alpe Adria habe ich festgestellt:
So kompliziert muss es gar nicht sein.
Mein Ziel war nicht nur, vom Salzburger Land bis ans Meer zu fahren.
Ich wollte die Tour auch möglichst günstig absolvieren.
Am Ende bin ich inklusive Zugkosten, Tauernschleuse, Verpflegung und allem Drum und Dran deutlich unter meinem ursprünglichen Budget geblieben.
Noch spannender war allerdings die Erkenntnis, wie wenig Verpflegung man tatsächlich transportieren muss.
Dieser Beitrag ist Teil meiner Bikepacking-Serie. Die Grundlagen meines gesamten Systems findest du hier: Bikepacking Setup: Mein minimalistisches System am Berg.
Mein Grundprinzip bei der Bikepacking Verpflegung
Ich transportiere bewusst keine Lebensmittel für mehrere Tage.
Das hat mehrere Vorteile:
- weniger Gewicht
- weniger Packvolumen
- flexiblere Tourenplanung
- frische Lebensmittel statt Vorräte
Stattdessen kaufe ich meistens am Abend ein.
Idealerweise kurz bevor ich meinen Campspot ansteuere.
Dadurch habe ich alles für:
- Abendessen
- Frühstück
- Snacks für den nächsten Tag
Dabei.
Mehr brauche ich in der Regel nicht.
Warum ich keine Vorräte für mehrere Tage mitschleppe
Gerade beim Bikepacking zählt jedes Kilogramm.
Lebensmittel gehören zu den Dingen, die unterwegs am schnellsten schwer werden.
Viele Bikepacker transportieren mehrere Tage Verpflegung.
Für Expeditionen oder abgelegene Regionen kann das sinnvoll sein.
Auf den meisten Touren in Mitteleuropa sehe ich dafür jedoch keinen Grund.
Supermärkte, Bäckereien oder Tankstellen sind fast überall erreichbar.
Warum also drei Tage Lebensmittel transportieren, wenn ich sie jeden Abend frisch kaufen kann?
Was ich auf der Alpe-Adria-Tour tatsächlich gegessen habe
Wer jetzt komplizierte Ernährungspläne erwartet, wird vermutlich enttäuscht sein. 😅
Die Realität sah deutlich einfacher aus.
Unterwegs landeten regelmäßig in meinen Taschen:
- Bananen
- Nüsse
- Müsliriegel
- Kuchen
- Milch
- Leberkässemmeln
- Recovery-Shake
Nicht spektakulär.
Aber effektiv.
Gerade Bananen haben sich für mich wieder einmal als nahezu perfekter Bikepacking-Snack erwiesen.
Sie liefern Energie, sind günstig und praktisch überall erhältlich.
Der Recovery-Shake am Abend
Eine Gewohnheit hat sich auf dieser Tour besonders bewährt.
Am Abend gab es meistens einen Recovery-Shake.
Nach vielen Stunden im Sattel hilft er mir dabei, wieder etwas Energie zurückzubekommen.
Zusammen mit einer einfachen Mahlzeit reicht das für meine Touren völlig aus.
Natürlich ist das kein wissenschaftlich perfekter Ernährungsplan.
Aber es funktioniert für mich.
Und genau darauf kommt es an.
Mein Kaffee-System beim Bikepacking
Kommen wir zum wirklich wichtigen Thema. 😜
Kaffee.
Für viele Menschen beginnt der Tag mit Kaffee.
Für mich gilt das auch auf Tour.
Deshalb gehört ein kleines Kaffeesystem fest zu meiner Bikepacking-Ausrüstung.
Dabei setze ich bewusst auf eine einfache Lösung:
- X-Boil Spirituskocher
- Tasse
- Kaffeefilter
- gemahlener Kaffee
Mehr braucht es nicht.
Die größte Überraschung der Tour:
Der große Kocher kam deutlich seltener zum Einsatz als gedacht.
Für zukünftige Touren reicht deshalb das kleine X-Boil-System vollkommen aus.
Weniger Gewicht.
Weniger Platzbedarf.
Und trotzdem jeden Morgen Kaffee.
Perfekt.
Warum der große Kocher zuhause bleibt
Vor der Tour hatte ich sowohl einen größeren Gaskocher als auch meinen Spirituskocher dabei.
Nach vier Tagen fällt mein Fazit eindeutig aus.
Der große Kocher war für meine Art des Bikepackings schlicht überdimensioniert.
Ich habe unterwegs wesentlich weniger gekocht als ursprünglich geplant.
Die meiste Zeit genügte Kaffee.
Für alles andere fand sich unterwegs meist eine einfache Lösung.
Genau deshalb wird mein Küchensystem bei zukünftigen Touren deutlich kleiner.
Die eigentliche Herausforderung: Strom statt Essen
Eine Erkenntnis hat mich besonders überrascht.
Nicht Essen war das größte Versorgungsthema.
Sondern Strom.
Wer ausschließlich mit dem Smartphone unterwegs ist, wird dieses Problem vermutlich kaum kennen.
Bei mir sah die Sache etwas anders aus.
Dabei waren:
- Smartphone
- DJI Pocket
- DJI Neo
- Controller
- Mikrofon
- Powerbanks
All diese Geräte benötigen Energie.
Und plötzlich wird Strom fast genauso wichtig wie Wasser.
Meine wichtigste Erkenntnis zur Stromversorgung
Vor der Tour dachte ich:
Mehr Akkukapazität ist immer besser.
Nach der Tour denke ich:
Schneller laden ist wichtiger.
Bei klassischen Bergtouren bevorzuge ich große Energiereserven.
Beim Bikepacking komme ich jedoch regelmäßig an:
- Cafés
- Gasthäuser
- Campingplätze
- Restaurants
vorbei.
Deshalb ist ein Schnellladegerät oft wertvoller als eine riesige Powerbank*.
Für zukünftige Touren setze ich deshalb auf:
- Schnellladegerät
- schnell ladende Powerbanks
- Reserve-Ladekabel
statt auf möglichst große Akkus.
Warum Campingplätze für mich eine neue Bedeutung bekommen haben
Vor dieser Tour waren Campingplätze für mich hauptsächlich Übernachtungsplätze.
Heute sehe ich sie etwas anders.
Campingplätze sind für mich mittlerweile eher Service-Stationen.
Dort bekomme ich:
- Strom
- Wasser
- Waschmöglichkeiten
- Gelegenheit zur Regeneration
Deshalb plane ich zukünftige Touren wahrscheinlich so, dass ich spätestens alle drei Tage einen Campingplatz anfahre.
Nicht unbedingt zum Schlafen.
Sondern zum Laden, Waschen und Organisieren.
Mein Fazit zur Bikepacking Verpflegung
Die größte Überraschung dieser Tour war, wie einfach Bikepacking Verpflegung eigentlich sein kann.
Weniger Lebensmittel transportieren.
Regelmäßig frisch einkaufen.
Ein kleines Kochsystem.
Und morgens guter Kaffee.
Mehr brauche ich meistens nicht.
Die eigentliche Herausforderung liegt oft nicht beim Essen.
Sondern bei der Versorgung der Technik.
Wer das berücksichtigt, spart Gewicht, Platz und unnötigen Ballast.
Und genau darum geht es beim Bikepacking für mich.
Im letzten Teil der Serie zeige ich, welche Ausrüstung nach vier Tagen bis ans Meer künftig zuhause bleibt.
Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja 🌈 28.04.2025 💕)
FAQ zu …
Für mich haben sich einfache Lebensmittel wie Bananen, Nüsse, Müsliriegel, Milch, Kuchen und kleine Einkäufe unterwegs bewährt. Sie sind günstig, leicht verfügbar und liefern ausreichend Energie
Nein. Viele Touren lassen sich problemlos mit einfachen Einkäufen unterwegs absolvieren. Ich nutze meinen Kocher hauptsächlich für Kaffee.
Das hängt stark von Region und Ansprüchen ab. Mit einfachen Lebensmitteln und täglichen Einkäufen lassen sich die Kosten überraschend niedrig halten.
Bananen, Nüsse, Müsliriegel und andere unkomplizierte Snacks haben sich für mich besonders bewährt, da sie wenig Vorbereitung benötigen und fast überall erhältlich sind.
Dass Stromversorgung letztlich wichtiger wurde als die eigentliche Verpflegung. Kamera, Smartphone und Powerbanks benötigen unterwegs oft mehr Aufmerksamkeit als das Essen.
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