Servus Bergfex:innen 👋 aus dem Salzkammergut zu meinem „Night Cat 1-Personen-Zelt im Härtetest“.
Das hier war meine letzte Tour mit dem Sommer-Setup für dieses Jahr. Rucksack, Schlafsystem*, Zelt – alles in der leichtesten Version, so wie ich es den ganzen Sommer über verwendet hab. Nur ein Unterschied: diesmal war Winter in der Luft. Nicht kalendarisch, aber gefühlt.
Und genau das war der Plan – denn ich wollte wissen, ob das Night Cat 1-Personen-Zelt, mein langjähriger Favorit für leichte Touren, auch dann noch mithält, wenn’s draußen unfreundlich, windig und nass wird.
Kurz gesagt: Ist das Teil wirklich ein 3-Jahreszeiten-Zelt? Oder kann man’s auch im Winter einsetzen, wenn’s drauf ankommt?
Wichtiger Hinweis aus der Praxis / bevor wir loslegen
Das hier gezeigte und von mir getestete Zelt ist mein damals gekauftes Night Cat. Ich war damit auf vielen Touren unterwegs und würde es auch heute noch nicht schlechtreden.
Wenn ich mir ein sehr ähnliches Zelt heute neu kaufen würde, würde ich tendenziell eher zu 3F UL Gear* bzw. einem Lanshan Modell* greifen – vor allem wegen der größeren Auswahl und der Varianten für unterschiedliche Einsatzzwecke.
ABER (und das ist wichtig):
Die Lieferzeit kann aktuell stark schwanken.
In meinem Fall war die Bestellung selbst nach mehreren Wochen noch nicht einmal in Europa angekommen.
👉 Wenn du eine konkrete Tour planst, solltest du das unbedingt einrechnen.
👉 Für kurzfristige Käufe würde ich aktuell eher auf schneller verfügbare Alternativen setzen – z. B. das Night Cat Zelt*, das ich selbst lange genutzt habe und das in der Regel deutlich schneller verfügbar ist – oder gezielt nach EU-Händlern suchen.
Der Aufstieg: Wenn Sommer plötzlich nach Winter riecht
Schon beim Losgehen war klar – das wird kein gemütlicher Spätsommertag. Über Nacht hatte’s leicht geschneit, oben am Grat blieb das Weiß sogar liegen.
Also alles wie immer: Bike unten verstecken, Rucksack schultern, rauf.
Oben dann diese typische Zwischenwelt, die ich so mag: ein Stückchen Schnee, ein bisschen Herbst – und irgendwo dazwischen das Gefühl, dass die Saison bald vorbei ist.
Der Wind kam böig, nicht gefährlich, aber unangenehm. Genau richtig, um zu testen, wie gut das Zelt mit solchen Bedingungen klarkommt.
Platzwahl: Wind oder schief – such’s dir aus
Ich hab lange gesucht, um einen halbwegs geraden und halbwegs geschützten Platz zu finden. Entweder war’s eben, aber voll im Wind – oder windgeschützt, aber schräg.
Am Ende hab ich mich für die Variante „halbwegs gerade zwischen Felsen“ entschieden. Kein Schnee am Boden, aber hart gefrorener Boden darunter. Ideal, um herauszufinden, wie das Night Cat bei solchen Bedingungen reagiert.
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Aufbau: Erst das Dach über’m Kopf
Bei Kälte gilt: Erst Schutz schaffen, dann Ordnung machen.
Also zuerst das Außenzelt, alles andere später.
Ich hatte das Außenzelt extra wasserdicht verpackt, im Regenschutz meines Rucksacks, damit bei Schnee oder Regen nix durchweicht. Und das zahlt sich aus – wer schon mal bei Schneefall versucht hat, nasse Kleidung trocken zu bekommen, weiß, was ich meine.
Trotz Wind war der Aufbau kein Problem. Das Night Cat ist simpel und logisch konstruiert: Gestänge, Heringe, Abspannen – fertig.

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: Ich stelle es immer so auf, dass der Eingang leicht vom Wind abgewandt ist. Es ist kein freistehendes Zelt, also muss man beim Abspannen schon ein bisschen Gefühl haben.
Aber es steht. Und das schnell.
Schon in diesem Moment war mir klar: Genau das ist der Grund, warum ich das Zelt so mag. Kein unnötiges Gefummel, keine 17 Stangen, kein Origami – einfach raus, aufbauen, reinlegen.
Innenleben: klein, aber clever
Als das Außenzelt stand, kam das Innenzelt dran. Das ist mit simplen Clips eingehängt – dauert keine zwei Minuten. Und schwupps: Schon hat man eine zweite Schutzschicht und vor allem den Boden – was bei kaltem, nassem Untergrund Gold wert ist.
Im Sommer verwende ich oft nur das Außenzelt – das spart Gewicht (rund 450 g insgesamt!) und reicht völlig, solange’s trocken ist. Aber an diesem Tag wollte ich wissen, wie das vollständige Setup funktioniert.
Also Innenzelt rein, Isomatte, Schlafsack – fertig.
Und wie immer, wenn das Zelt steht, kommt der schönste Moment: kurz zurücklehnen, Kaffee machen, in die Landschaft schauen.
Noch einmal zur Erinnerung und kurz zur Einordnung
Das Zelt, das du hier auf meinen Fotos und im Video siehst, ist mein damals gekauftes Night Cat. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und würde es auch heute nicht schlechtreden. Wenn ich mir ein sehr ähnliches ultraleichtes Trekkingstock-Zelt aber jetzt neu kaufen oder verlinken würde, würde ich eher zu 3F UL Gear* bzw. einem Lanshan-Modell greifen – vor allem wegen der größeren Auswahl an Varianten.
Technische Werte (kurz, aber wichtig)
Damit’s einmal gesagt ist:
- Gewicht Außenzelt: ca. 450 g
- Gewicht komplett (mit Innenzelt): knapp 1 kg
- Wassersäule Boden: 8 000 mm
- Wassersäule Außenzelt: 5 000 mm
- Packmaß: winzig – passt in jede Bikepacking-Tasche
Diese Zahlen klingen nicht nur gut – sie stimmen. Ich hab das Zelt schon oft im Regen gehabt, und bisher ist’s innen immer trocken geblieben.
In der Nacht: klein, aber trocken
Die Nacht war ungemütlich. Böen mit geschätzten 35–40 km/h, Temperaturen knapp über null, immer wieder leichter Schneefall. Aber: das Zelt hat gehalten. Kein Klappern, kein Tropfen, kein Durchsacken.
Allerdings merkt man schnell, was das Night Cat nicht ist – ein Winterzelt.
Warum? Ganz einfach: Platz.
Im Sommer ist’s kein Problem, wenn Rucksack, Schuhe und Kocher draußen bleiben. Aber im Winter? Vergiss es. Alles, was draußen steht, friert ein oder wird nass. Also muss alles rein – und dann wird’s eng. Richtig eng.
Ich bin knapp 1,90 m groß, und wenn Schlafsack, Rucksack und Schuhe im Zelt liegen, bleibt kaum Bewegungsfreiheit. Zum Schlafen passt’s, aber gemütlich sitzen oder umziehen? Keine Chance.
Warum das Night Cat trotzdem genial ist
Ich sag’s ehrlich: Ich hab schon viele Zelte ausprobiert – teurere, leichtere, „bessere“. Aber kaum eines hat dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wie das Night Cat.
Für den Sommer ist es perfekt:
- schnell aufgebaut
- winziges Packmaß
- zuverlässig dicht
- superleicht
Und auch in der Übergangszeit (Frühjahr, Herbst) funktioniert es top – solange man weiß, worauf man sich einlässt.
Wer aber wirklich Wintertouren plant, braucht etwas anderes: ein freistehendes Kuppelzelt, das man auch auf hartem, gefrorenem Boden sicher aufstellen kann.
Ich selbst nutze dafür mittlerweile ein größeres Zelt mit mehr Innenraum (Genauer: das Stella von OneTigris) – einfach, weil ich im Winter mehr Zeit drinnen verbringe.

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: Aber das Night Cat hat auch dort seinen Platz: Als Backup-Zelt, als Not-Shelter, als leichtes Sommertarp – oder einfach für alle, die mit dem Bike & Hike unterwegs sind und auf jedes Gramm achten.
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Stabilität & Windverhalten
Was viele unterschätzen: Die Night Cat / die Lanshan Zelte* sind unter anderen sogenannte Trekkingstock-Zelte – sie stehen also nicht selbstständig, sondern brauchen Wanderstöcke / andere Stützen (zB. Äste) als Stützen.
Das spart Gewicht, setzt aber gute Stöcke voraus. Ich verwende welche von NORDMUT, stabil, teleskopierbar, leicht – und sie haben bisher jede Böe ausgehalten.
Billigstöcke? Kann man knicken. Im wahrsten Sinn des Wortes.
Bei 40 km/h Wind blieb das Night Cat stabil, nichts ist geknickt, nichts eingedrückt. Aber das funktioniert nur, wenn das Zelt richtig abgespannt ist und die Stöcke nicht verrutschen.
Mein Fazit nach unzähligen Nächten
Das Night Cat 1-Personen-Zelt* ist für mich eines der besten 3-Jahreszeiten-Zelte, die man aktuell bekommen kann – und das zu einem unschlagbaren Preis.
Es ist ultraleicht, kompakt, wasserdicht, und es hat mich noch nie im Stich gelassen.
Aber – und das ist wichtig – es bleibt ein Sommer- bis Herbstzelt.
Im Winter funktioniert es nur bedingt:
nicht freistehend, zu wenig Platz, und zu eng, wenn man komplette Winterausrüstung mit reinnehmen muss.
Aber genau das macht’s ja auch sympathisch – es weiß, was es ist, und versucht nicht, mehr zu sein.
Wenn ich im Sommer unterwegs bin, auf Bike & Hike Touren oder Overnightern mit leichtem Gepäck, ist das Night Cat immer dabei.
Weil ich weiß: Es funktioniert einfach.
Und am Ende ist das das Wichtigste – nicht, was am Etikett steht, sondern was es draußen wirklich kann.
Empfohlenes Setup aus der Tour
| Kategorie | Mein Equipment | Kurzfazit |
|---|---|---|
| Zelt | Night Cat 1-Personen-Zelt | ultraleicht, zuverlässig, perfekt für 3 Jahreszeiten |
| Trekkingstöcke | Nordmuth Teleskop | stabil, leicht, kein Vergleich zu Billigstöcken |
| Rucksack | Sommerrucksack mit Regenschutz | kompakt, wasserdicht – reicht völlig |
| Schlafsystem* | Zenbivy Schlafsystem | perfekt kombinierbar mit dem Night Cat |
FAQ – Night Cat, Lanshan & ultraleichte 1-Personen-Zelte
Jein. Für kurze Nächte mit leichtem Frost funktioniert es, aber es bleibt ein klassisches 3-Jahreszeiten-Zelt. Im tiefen Winter fehlt schlicht der Platz und die Stabilität für längere Aufenthalte im Schnee.
Nur rund 450 g, wenn man nur das Außenzelt nutzt. Mit Innenzelt und Abspannleinen kommt man auf knapp 1 kg – immer noch ultraleicht und perfekt fürs Bike & Hike oder Solotouren.
Nein, das Night Cat ist ein Trekkingstock-Zelt – es wird mit Wanderstöcken aufgestellt und ist dadurch besonders leicht. Im Winter oder auf hartem Boden braucht man allerdings gute Heringe oder Alternativen zum Abspannen.
Sehr! Der Zeltboden hat 8 000 mm Wassersäule, das Außenzelt 5 000 mm. Damit bleibt es auch bei längerem Regen oder Schneefall zuverlässig trocken.
Für alle, die leicht, kompakt und effizient unterwegs sind – ob beim Bikepacking, Bike & Hike oder auf Solo-Touren im Frühling bis Herbst. Wer dagegen gemütliche Wintercamps plant, greift besser zu einem größeren Kuppelzelt.
Nein, nicht ganz.
Mein getestetes Zelt in diesem Beitrag ist ein Night Cat, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es gehört aber zur gleichen Kategorie wie sogenannte Lanshan-Zelte von 3F UL Gear* – also ultraleichte Trekkingstock-Zelte mit sehr ähnlichem Aufbau und Konzept.
Wenn ich heute ein neues Zelt aus dieser Kategorie kaufen würde, würde ich mir vor allem die Lanshan-Modelle genauer anschauen, weil es dort mehr Varianten für unterschiedliche Einsatzzwecke gibt.
Mein Night Cat war für mich ein super Einstieg und ich habe es auf vielen Touren erfolgreich genutzt – und nutze es nach wie vor. Und ich werde es auch weiterhin nutzen.
Wenn ich mir heute ein ähnliches ultraleichtes 1-Personen-Zelt neu kaufen würde, würde ich eher zu einem Lanshan-Modell von 3F UL Gear* greifen.
Der Grund ist einfach: Es gibt mehr Varianten (zum Beispiel für unterschiedliche Jahreszeiten), und die Auswahl ist insgesamt größer.
Meine positiven Erfahrungen mit dem Night Cat bleiben davon aber natürlich komplett unberührt.
Eigentlich gehört das Night Cat selbst genau in diese Kategorie.
Ultraleichte Trekkingstock-Zelte sind darauf ausgelegt, möglichst wenig Gewicht zu haben und werden mit Trekkingstöcken statt klassischen Zeltstangen aufgebaut. Genau das macht sie so spannend für Bikepacking, Bike & Hike oder längere Touren.
Unterschiede gibt es dann vor allem zwischen den Herstellern – zum Beispiel bei Material, Verarbeitung oder Varianten für verschiedene Jahreszeiten.
Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja 🌈 28.04.2025 💕)
Weitere Empfehlung und Tipps, Tests und Erfahrungen
Mein Winterzelt erklärt – das Stella 2 von OneTigris
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