R-Wert Isomatte – für alle die es schnell brauchen
Der R-Wert einer Isomatte gibt an, wie gut sie gegen Kälte vom Boden isoliert. Je höher der R-Wert, desto besser schützt dich die Matte vor Bodenkälte. Für Sommer-Bergtouren reicht meist ein R-Wert von 2–3. Für Frühling und Herbst sind 3–4 sinnvoll. Ab Winterbedingungen solltest du mindestens R-Wert 4–5 einplanen.
Warum der R-Wert bei Bergtouren entscheidend ist
Beim Zelten im Tal ist Bodenkälte oft unterschätzt.
Am Berg ist sie gnadenlos.
Du verlierst nachts mehr Wärme über den Boden als über die Luft.
Und genau hier kommt die R-Wert Isomatte ins Spiel.
Viele investieren zuerst in:
- dicken Schlafsack
- warmen Quilt
- teures Daunen-Setup
Und wundern sich dann, warum ihnen trotzdem kalt wird.
Die Wahrheit:

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: Ohne passende Isomatte nützt dir der beste Schlafsack wenig.
Gerade beim Bikepacking oder minimalistischen Bergtouren ist das entscheidend.
Gewicht sparen ja – aber nicht am falschen Ende.
Was bedeutet R-Wert bei einer Isomatte?
Der R-Wert beschreibt den Wärmewiderstand eines Materials.
Einfach gesagt:
Er misst, wie stark die Isomatte die Kälte vom Boden abhält.
Je höher der Wert, desto besser die Isolation.
Wichtig:
Der R-Wert ist standardisiert (ASTM-Norm).
Du kannst also verschiedene Hersteller vergleichen.
Welche R-Wert Isomatte brauche ich bei Bergtouren?

Hier eine einfache Orientierung für Bikepacking & Bergfex:Innen:
R-Wert 1–2
- Sommer im Tal
- Hüttennähe
- warme Nächte
- Minimalisten mit Risiko 😉
R-Wert 2–3
- klassische Sommer-Bergtour
- 1000–2000 m
- stabile Wetterlage
R-Wert 3–4
- Frühling & Herbst
- kühle Nächte
- höhere Lagen
R-Wert 4–5
- Spätherbst
- kalte Bergnächte
- leichte Minusgrade
R-Wert 5+
- Winterbiwak
- Schnee
- alpine Bedingungen
Für die meisten Bikepacking-Touren im Salzkammergut oder Alpenraum ist R-Wert 3–4 der Sweet Spot.
Typische Denkfehler beim R-Wert
„Ich hab doch einen warmen Schlafsack.“
Der Schlafsack isoliert oben.
Die Matte isoliert unten.
Wird die Daune unten zusammengedrückt, isoliert sie nicht mehr.
„Je höher der R-Wert, desto besser.“
Stimmt – aber:
- mehr Gewicht
- größeres Packmaß
- weniger sinnvoll im Hochsommer
Bikepacking heißt auch: Balance.
„Ultraleicht heißt automatisch warm.“
Nein.
Viele ultraleichte Matten sparen am Material – und damit am R-Wert.
Praxisbeispiel: Naturehike vs. Zenbivy
Hier wird’s konkret.
Ich habe beide Matten mehrfach auf Bergtour und beim Bikepacking getestet.
Naturehike – R-Wert 3.5
- leicht
- kompakt
- perfekt für Sommer
- Preis-Leistung stark
Für klassische Sommer-Bergtouren absolut ausreichend.
Großer Vorteil: schnelleres Aufblasen durch größeren Pumpsack.
Wird bei mir klar die Sommer-Isomatte.
Zenbivy – R-Wert 4.8
- spürbar wärmer
- ideal für Frühling & Herbst
- auch für „warme Wintertage“
- etwas mehr Packmaß
Wenn du höher hinaus willst oder kälteempfindlich bist, macht das deutlich Sinn.
Hier der ausführliche Vergleich als Video:
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R-Wert Isomatte beim Bikepacking: was wirklich zählt
Beim Bikepacking kommt noch ein Faktor dazu:
Packmaß.
Du brauchst:
- Isolation
- Komfort
- kleines Volumen
Ein zu hoher R-Wert kann überdimensioniert sein.
Ein zu niedriger kann deine Tour ruinieren.
Ich sehe es so:
Lieber minimal höherer R-Wert und gut schlafen,
als nachts frieren und am nächsten Tag 1500 Höhenmeter treten müssen.
Komfort ist mehr als nur der R-Wert
Wärme ist das eine.
Schlafkomfort das andere.
Achte zusätzlich auf:
- Dicke der Matte
- Breite
- Geräuschentwicklung
- Oberflächenstruktur
Manche Matten sind warm – aber laut wie eine Chipstüte.
Nicht ideal, wenn du erschöpft ins Zelt* kriechst.
Fazit: Welche R-Wert Isomatte brauchst du wirklich?
Für die meisten Bergfex:Innen gilt:

Meine Tipps bzw. meine Erfahrung: R-Wert 3–4 ist der beste Kompromiss für Bikepacking und Sommer- bis Herbst-Bergtouren. Wer höher hinaus will oder kälteempfindlich ist, sollte Richtung R-Wert 4–5 gehen.
Wintertouren sind eine eigene Liga.
Wichtig ist:
Nicht blind kaufen.
Nicht nur aufs Gewicht schauen.
Und nicht glauben, dass der Schlafsack alles regelt.
Die richtige R-Wert Isomatte entscheidet oft darüber, ob deine Nacht Erholung oder Kampf wird.
Also dann: Bleibt’s auf’m Weg
Christian
(und immer im Herzen dabei: Ronja)
FAQ zum R-Wert bei einer Isomatte
Der R-Wert beschreibt, wie gut eine Isomatte gegen Bodenkälte isoliert. Je höher der R-Wert, desto besser schützt sie vor Wärmeverlust nach unten.
Für Sommer-Bergtouren reicht meist ein R-Wert zwischen 2 und 3. In höheren Lagen oder bei kühlen Nächten sind 3–4 sinnvoller.
Beim Bikepacking ist ein R-Wert von 3–4 ideal. Er bietet genug Isolation bei moderatem Gewicht und Packmaß.
In milden Herbstnächten ja. Bei Temperaturen nahe 0 °C ist ein R-Wert von 4 oder höher empfehlenswert.
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